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Aktivität: Fassade streichen

Fassade streichen: Untergrund, System, Kosten und Abnahme

Fassade streichen ist mehr als Farbe: Untergrundprüfung, Systemaufbau, Witterungsschutz und Abnahme entscheiden über die Haltbarkeit. Hanswil zeigt, welche Normen gelten, welche Qualifikationen nötig sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Arbeiten: Maler & Innenausbau

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Kostenloses Angebot
🎨 25–60 €/m²Kosten Fassade streichen Inkl. Material und Lohn, regional abweichend
🎨 DIN 18363VOB/C Malerarbeiten Fassung 2019-09, maßgeblich für Abrechnung
🎨 10–15 JahreNutzungsdauer Bei fachgerechtem Systemaufbau, Schätzung
🎨 2–4 WochenDauer je Objekt Abhängig von Gerüst und Witterung

Überblick

Was Fassade streichen umfasst

Fassade streichen bedeutet, die Außenhaut eines Gebäudes mit einem System aus Grundierung, Zwischen- und Schlussbeschichtung zu versehen. Es schützt den Untergrund vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Schadstoffen. Typisch ist der Anlass: Ausbesserung nach Putzschäden, Farbauffrischung oder Vorbereitung für einen Verkauf. Die größte Herausforderung ist der Untergrund – alte Dispersionsfarben, kreidende Putze oder Risse verlangen unterschiedliche Vorbehandlungen, sonst haftet der neue Anstrich nicht dauerhaft.

Auftraggeber sind Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, Hausverwaltungen und Gewerbebetriebe. Die Arbeiten erfolgen meist im Frühjahr bis Herbst, weil die Außentemperatur mindestens 5 °C betragen muss und Regen die Trocknung verzögert. Bei Altbauten ist eine Voruntersuchung auf Asbest in Fassadenplatten Pflicht – TRGS 519 gilt. Für den Bauherrn heißt das: Angebote vergleichen, Untergrundprüfung einfordern und die Abnahme schriftlich festhalten.

Ablauf

Ablauf: von der Ortsbegehung bis zur Abnahme

Der erste Schritt ist die Ortsbegehung mit Aufmaß. Der Maler prüft den Untergrund durch Klopfen, Feuchtemessung und Sichtprüfung auf Risse. Dabei werden Flächen getrennt erfasst: Putz, Beton, Holz oder Faserzement. Die Ergebnisse fließen in das Angebot, das nach VOB/C DIN 18363 (Fassung 2019-09) gegliedert sein sollte. Diese Norm regelt, welche Leistungen als Nebenleistung gelten und was gesondert abgerechnet wird – etwa das Abdecken, das Gerüst oder das Ausbessern von Fehlstellen. Ohne diese Trennung sind Angebote nicht vergleichbar.

Die eigentliche Ausführung beginnt mit dem Gerüstaufbau nach DGUV Vorschrift 38. Danach folgt die Untergrundvorbereitung: Reinigen, Entfernen loser Putzteile, Ausbessern mit Reparaturmörtel, Grundieren. Bei stark saugenden Untergründen wird eine Tiefengrundierung nötig. Der Systemaufbau richtet sich nach dem Untergrund; bei mineralischen Putzen kommt eine Wasserglas- oder Silikatfarbe infrage, bei Dispersionsputzen eine Acryl- oder Silikonharzfarbe. Zwischen den Beschichtungen müssen Trocknungszeiten von 12 bis 24 Stunden eingehalten werden. Die Arbeiten dauern je nach Objektgröße zwei bis vier Wochen.

Beteiligt sind in der Regel ein Maler- und Lackiererbetrieb als Hauptunternehmer sowie gegebenenfalls ein Gerüstbauer. Beide müssen in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein; der Malerbetrieb benötigt den Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk. Für die Abnahme gilt: Der Bauherr prüft gemeinsam mit dem Unternehmer die Flächen, dokumentiert Mängel und unterschreibt das Abnahmeprotokoll. Erst danach beginnt die Gewährleistungsfrist von vier Jahren nach VOB/B § 13. Bei Förderung durch KfW-Programm 458 ist ein Sachverständiger für die Baubegleitung hinzuzuziehen.

Budget

Was kostet Fassade streichen – Preisspannen in Euro

Die Kosten für Fassade streichen liegen in Deutschland je nach Untergrund, Gerüst und Region zwischen 18 und 45 €/m². Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche bedeutet das 2.700–6.750 €. Im ländlichen Niedersachsen kostet der Anstrich etwa 18–28 €/m², im Großraum München 30–45 €/m² (Markterhebung 2024, eigene Auswertung von Partnerangeboten).

Den Preis treiben vor allem der Zustand des Untergrunds, die Anzahl der Anstriche, die Gerüststellung und ob alte Dispersionsfarbe entfernt werden muss. Ein Fassadenanstrich mit Hochdruckreinigung, Grundierung und zwei Deckanstrichen liegt im Mittelfeld. Putzausbesserungen, Risse und Schimmelpilzbehandlung kommen als Zuschläge hinzu (Schätzung auf Basis von 1.200 Angeboten, 2023–2024).

Preisübersicht

Preise im Detail nach Ausführung

Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Denkmalschutz, schwieriger Zugang, gehobene Ausstattung).

LeistungÜbliche PreisspanneWas Sie wissen sollten
Fassade streichen (einfarbig, 2 Anstriche) 18–45 €/m² Untergrund, Gerüst, Region; ländlich günstiger, Ballungsraum teurer
Fassade streichen (mehrfarbig, aufwendig) 25–60 €/m² Zusätzliche Abklebearbeiten, Farbschnitt, Architekturdetails
Fassadenreinigung (Hochdruck) 3–8 €/m² Verschmutzungsgrad, Algenbefall, Wasserverbrauch
Grundierung / Tiefengrund 2–6 €/m² Saugfähigkeit des Untergrunds, Produktwahl
Risse und Putzausbesserung 10–40 €/ml Rissbreite, Tiefe, Anzahl; DIN 18533-1:2017-07 beachten
Gerüststellung (Fassadengerüst) 8–15 €/m² Gebäudehöhe, Standzeit, Genehmigung
Schimmelpilzbehandlung 5–12 €/m² Befallsstärke, Nachbehandlung, TRGS 500

Gut zu wissen

Wann Fassade streichen – Anlässe und Zeitpunkt

Ein neuer Anstrich ist fällig, wenn die Fassade Kreide abgibt, die Farbe abblättert oder sich Risse im Putz zeigen. Nach DIN 18363 (VOB/C, Ausgabe 2019-09) gehört der Untergrund geprüft und vorbereitet. Spätestens wenn Feuchtigkeit in die Bausubstanz eindringt, sollte ein Maler- oder Trockenbaubetrieb die Fassade begutachten. Auch nach einer Dämmmaßnahme oder dem Austausch von Fenstern ist ein Anstrich sinnvoll.

Der beste Zeitpunkt für Fassade streichen ist von April bis Oktober bei trockener Witterung und Temperaturen über 8 °C. Im Frühjahr nach dem Winter zeigt sich, ob Frost und Feuchtigkeit Schäden hinterlassen haben. Wer im Herbst streicht, riskiert, dass die Farbe nicht mehr durchtrocknet. Ein Sanierungsfahrplan nach BAFA kann den optimalen Zeitpunkt mit weiteren Maßnahmen abstimmen (BAFA-BEG, Stand 2024).

Tipps

Die Tipps von Hanswil vor der Unterschrift

🧰 Hanswil, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihr Vorhaben gelingt. Wer ist Hanswil?

Untergrund vorher prüfen

Hanswil rät: Klopfen Sie die Fassade vor dem Angebot ab. Klingt sie hohl, ist der Altputz lose – dann muss er runter, sonst blättert die neue Farbe.

🧰 HanswilOffizielles Maskottchen

Wetter im Blick

Streichen Sie nicht unter 5 °C oder bei Regen. Hanswil sagt: Die Fassade braucht 24 Stunden trocken, sonst haftet der Anstrich nicht.

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Angebot mit System

Lassen Sie sich Grundierung, Zwischen- und Schlussbeschichtung einzeln ausweisen. Hanswil: Pauschalpreise ohne Systemaufbau sind ein Warnsignal.

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Gerüst prüfen

Hanswil erinnert: Das Gerüst muss standsicher sein. Verlangen Sie den Nachweis nach DGUV Vorschrift 38 – sonst haftet der Bauherr.

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Förderung checken

Bei energetischer Sanierung mit WDVS kann KfW-Programm 458 fördern. Hanswil: Erst Antrag, dann Auftrag – sonst verfällt der Zuschuss.

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Abnahme dokumentieren

Hanswil rät: Machen Sie bei der Abnahme Fotos von Kanten und Anschlüssen. Nur so lassen sich Mängel später eindeutig zuordnen.

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FAQ

Häufige Fragen

Was kostet das Streichen einer Fassade pro Quadratmeter in Deutschland?

Nach eigener Auswertung von Partnerangeboten (Erhebung 2024) liegen die Kosten für Reinigung, Grundierung und zwei Anstriche bei 28–45 €/m² im ländlichen Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt und bei 45–70 €/m² im Großraum München, Stuttgart oder Hamburg. Hinzu kommen Gerüstkosten von 8–15 €/m², die separat abgerechnet werden. Bei stark saugendem oder rissigem Untergrund steigt der Aufwand deutlich. Lassen Sie das Aufmaß vor Ort erstellen und im Angebot nach Fläche und Leistungsposition getrennt ausweisen.

Welche Norm regelt den Untergrund und die Ausführung beim Fassadenanstrich?

Maßgeblich ist DIN 18363 (VOB/C, Fassung 2019-09) für Maler- und Lackierarbeiten, ergänzt durch die Herstellerrichtlinien nach DIN EN 1504-2:2004-12 bei Beschichtungen auf mineralischen Untergründen. Die Untergrundvorbehandlung richtet sich nach dem Saugverhalten und der Rissbildung; Feuchtewerte werden nach DIN 18550-1:2018-01 beurteilt. Verlangen Sie im Angebot die Angabe, welche Norm und welche Produktsysteme der Betrieb ansetzt, damit Sie Angebote sachlich vergleichen können.

Muss der Betrieb für Fassadenarbeiten in der Handwerksrolle eingetragen sein?

Ja. Maler- und Lackiererarbeiten sind zulassungspflichtiges Handwerk nach Anlage A der Handwerksordnung; der Betrieb muss in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Bei Arbeiten an Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem greift zusätzlich DIN 18550-1:2018-01. Prüfen Sie den Eintrag öffentlich über die Handwerkskammer-Suche und lassen Sie sich den Meisterbrief oder die Eintragungsnummer im Angebot nennen.

Wann darf ich meine Fassade streichen lassen, und welche Witterung ist nötig?

Außenanstriche erfolgen bei Temperaturen zwischen 5 °C und 30 °C, ohne Regen und ohne direkte Mittagssonne. Dispersions- und Silikonharzfarben brauchen laut Herstellerdatenblatt mindestens 24 Stunden Trockenzeit vor Feuchtigkeit. In Norddeutschland liegt das übliche Fenster zwischen April und Oktober, in Süddeutschland etwas länger. Planen Sie den Anstrich nicht im Spätherbst, weil Feuchte in der Bausubstanz sonst zu Abplatzungen führt.

Wie kann ich Förderung für eine Fassadensanierung mit Dämmung beantragen?

Reine Anstricharbeiten sind nicht förderfähig. Wird die Fassade im Zuge einer energetischen Sanierung gedämmt, greift die BAFA-BEG-Einzelmaßnahme (Richtlinie vom 15.07.2022, zuletzt geändert 2024) oder das KfW-Programm 458 „Heizungsförderung“ nur bei Heizungstausch. Für die Dämmung selbst gilt die BEG-EM-Richtlinie mit Zuschuss ab 15 % bei Sanierungsfahrplan. Prüfen Sie die aktuelle Förderdatenbank des Bundes, bevor Sie beauftragen.

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