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Fenster & Türen · Fenster austauschen

Fenster austauschen: Ablauf, Kosten und Qualifikation des Betriebs

Fenster austauschen heißt: Aufmaß, Ausbau, Einbau, Anschluss und Abnahme. Wir zeigen die Schritte, die Normen nach DIN 18533-1:2017-07 und VOB/C, die Preisspannen in Euro und woran Sie einen Meisterbetrieb erkennen.

Arbeiten: Fenster & Türen

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🪟 90–220 €/m²Preisspanne Fenster Ländlich bis Großraum München, Stand 2024
🪟 1–3 TageMontagedauer Je nach Anzahl und Größe der Fenster
🪟 DIN 18533-1Anschlussnorm Fassung 2017-07, Abdichtung außen
🪟 Bis 20 %Förderung möglich KfW 458 und BAFA-BEG, Stand 2024

Überblick

Was Fenster austauschen im Detail bedeutet

Fenster austauschen umfasst den Ausbau der alten Fenster, die Vorbereitung der Rohbaumaße, den Einbau der neuen Rahmen, die Abdichtung der Anschlüsse und die Abnahme. Es betrifft Eigentümer, die energetisch sanieren, und solche, die defekte Fenster ersetzen müssen. Die größte Hürde ist der Anschluss an die Bausubstanz: Hier entscheidet sich, ob die Wärmebrücke bleibt oder nicht.

Die Arbeiten richten sich nach DIN 18533-1:2017-07 für die Abdichtung, DIN 4108-2:2013-02 für den Mindestwärmeschutz und VOB/C für die Ausführung. Für Förderung nach GEG § 71 müssen bestimmte U-Werte erreicht werden. Der Fensterbauer muss als Meisterbetrieb in der Handwerksrolle stehen. Die Preisspanne liegt 2024 zwischen 90 und 220 Euro pro Quadratmeter, je nach Region und Fensterart.

Ablauf

Ablauf, Dauer und Beteiligte beim Fenster austauschen

Der Ablauf beginnt mit dem Aufmaß vor Ort. Der Fensterbauer misst die Rohbaumaße, prüft die Bausubstanz und notiert Undichtigkeiten. Danach folgt das Angebot mit Positionen für Ausbau, Einbau, Abdichtung, Entsorgung und eventuelle Maurerarbeiten. Vor der Montage werden die neuen Fenster gefertigt, was je nach Hersteller zwei bis sechs Wochen dauern kann. Am Montagetag werden die alten Fenster ausgebaut, die Laibungen gesäubert und die neuen Rahmen eingesetzt. Die Montage selbst dauert bei einem Einfamilienhaus mit zehn Fenstern ein bis drei Tage. Danach folgen Anschlussarbeiten und die Abnahme.

Die Dauer hängt von der Anzahl und Größe der Fenster ab. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit zehn bis fünfzehn Fenstern sind ein bis drei Montagetage üblich. Bei Sonderformen wie Dachfenstern oder großen Schiebetüren kann es länger dauern. Die Fertigungszeit kommt hinzu. Bei Förderprogrammen wie KfW 458 oder BAFA-BEG muss die Baubegleitung die Umsetzung dokumentieren. Die Abnahme erfolgt nach VOB/C, dabei werden Öffnungsfunktion, Dichtheit und optische Mängel protokolliert.

Am Bau beteiligt sind der Fensterbauer als Hauptakteur, bei Bedarf ein Maurer für Laibungsarbeiten und ein Elektriker für Anschlüsse von Rollläden oder Sensoren. Der Fensterbauer muss als Meisterbetrieb in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Für die Förderung ist ein Sachkundiger nach TRBS 1203 oder ein Energieberater hinzuzuziehen. Die Preise variieren regional: Im ländlichen Niedersachsen liegen die Kosten bei 90–140 Euro/m², im Großraum München bei 150–220 Euro/m² (Markterhebung 2024).

Budget

Fenster austauschen: Preisspannen und Kostenfaktoren

Die Kosten für das Austauschen von Fenstern liegen in Deutschland je nach Rahmenmaterial, Verglasung und Einbausituation zwischen 350 und 1.200 € pro Fensterelement (inkl. Montage, ohne Baukörperanschluss). Für eine 80 m² Wohnung mit 8 Fenstern bedeutet das 3.000–9.000 €. Im ländlichen Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt sind die Preise 10–20 % niedriger, im Großraum München, Stuttgart oder Frankfurt 15–30 % höher (Markterhebung Hanswil 2024, basierend auf 1.200 Partnerangeboten).

Die Spanne hängt ab von: Rahmenmaterial (Kunststoff 350–650 €/Element, Holz 500–900 €, Aluminium 700–1.200 €), Verglasung (2-fach 80–120 €/m², 3-fach 120–180 €/m²), Einbauart (Austausch im bestehenden Rahmen 150–300 €/Element, Komplettaustausch mit Laibung 300–600 €/Element), Größe, Öffnungsart und ob ein Gerüst nötig ist. Hinzu kommen Entsorgung (20–50 €/Element) und ggf. Malerarbeiten (30–60 €/m²).

Preisübersicht

Preise im Detail nach Ausführung

Bundesweit übliche Spannen, ohne Sonderfälle (Denkmalschutz, schwieriger Zugang, gehobene Ausstattung).

LeistungÜbliche PreisspanneWas Sie wissen sollten
Fenster austauschen (Kunststoff, 2-fach, Standardgröße 1,2 × 1,2 m) 350–650 € pro Element Material, Verglasung, Montage; regional ±20 %
Fenster austauschen (Holz, 3-fach, Sonderanfertigung) 700–1.200 € pro Element Hohe Wärmedämmung, individuelle Maße, Oberflächenbehandlung
Komplettaustausch inkl. Laibung und Anschluss 300–600 € pro Element zusätzlich Bei alter Bausubstanz, Putz- und Dämmarbeiten
Fensteraustausch im bestehenden Rahmen (Renovierung) 150–300 € pro Element Nur Flügel und Glas, kein Eingriff in Baukörper
Entsorgung alter Fenster 20–50 € pro Element Inkl. Transport und fachgerechtes Recycling
Gerüstkosten (bei mehrgeschossigen Fassaden) 8–15 € pro m² Fassadenfläche Abhängig von Höhe und Standzeit
Malerarbeiten nach Austausch 30–60 € pro m² Laibungsfläche Streichen und Versiegeln der Anschlüsse

Gut zu wissen

Wann Fenster austauschen? Anlässe und Zeitpunkt

Ein akuter Anlass ist Zugluft oder Undichtigkeit: Wenn Sie bei geschlossenem Fenster die Hand an der Dichtung spüren oder es pfeift, ist der Austausch fällig. Auch beschlagene Scheiben (Schimmelgefahr durch Wärmebrücke), defekte Beschläge (Sicherheitsrisiko) oder ein Glasbruch sind klare Signale. Bei Baujahr vor 1995 und einfacher Verglasung lohnt der Austausch oft schon aus energetischen Gründen – besonders, wenn die Heizkosten trotz Dämmung hoch bleiben.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr oder der Herbst, nicht der Hochsommer oder tiefe Winter. Planen Sie den Austausch vor der nächsten Heizperiode, wenn Sie Förderung nach BEG (BAFA oder KfW) nutzen wollen – die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Bei einem Sanierungsfahrplan (iSFP) können Sie den Fenstertausch als Einzelmaßnahme fördern lassen. Holen Sie Angebote von mindestens drei Meisterbetrieben ein und lassen Sie sich die U-Werte (z. B. Uw ≤ 1,3 W/m²K nach GEG) schriftlich bestätigen.

Tipps

Die Tipps von Hanswil vor der Unterschrift

🧰 Hanswil, unser Maskottchen, teilt seine Tipps und praktischen Hinweise, damit Ihr Vorhaben gelingt. Wer ist Hanswil?

Aufmaß vor Angebot

Lassen Sie das Aufmaß vor Ort machen, nicht nach Plan. Zwei Zentimeter Rohbaumaß Unterschied ändern den Preis und die Dichtheit. Verlangen Sie das Aufmaßprotokoll schriftlich.

🧰 HanswilOffizielles Maskottchen

U-Wert prüfen

Fragen Sie nach dem U-Wert des neuen Fensters. Für Förderung nach GEG § 71 gelten Mindestwerte. Ohne Nachweis bleibt der Fördertopf zu.

🧰 HanswilOffizielles Maskottchen

Anschluss nicht vergessen

Der beste Rahmen nützt nichts, wenn der Anschluss schwarz bleibt. Achten Sie auf die Abdichtung nach DIN 18533-1:2017-07 und die Dampfsperre innen.

🧰 HanswilOffizielles Maskottchen

Entsorgung klären

Alte Fenster enthalten oft Schadstoffe. Lassen Sie die Entsorgung im Angebot ausweisen. Sonst zahlen Sie nachträglich für den Container.

🧰 HanswilOffizielles Maskottchen

Meisterbetrieb prüfen

Schauen Sie in die Handwerksrolle Ihrer Handwerkskammer. Nur ein eingetragener Fensterbauer darf die Arbeiten abrechnen, die unter die Handwerksordnung fallen.

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Abnahme schriftlich

Bei der Abnahme sollten Sie dabei sein. Prüfen Sie Öffnen, Schließen, Dichtheit und die optischen Mängel. Unterschreiben Sie erst nach dem Protokoll.

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FAQ

Häufige Fragen

Was kostet der Austausch eines Fensters pro Quadratmeter – und warum unterscheiden sich die Preise so stark?

Für ein Kunststofffenster mit Zweifachverglasung (Uw ≈ 1,3 W/m²K nach DIN EN ISO 10077-1:2020-10) liegen die Preise bei 450–700 €/m² inklusive Ausbau, Entsorgung und Anschluss, im ländlichen Niedersachsen eher bei 400–600 €/m², im Großraum München bei 600–900 €/m² (Markterhebung 2024, eigene Auswertung von Partnerangeboten). Dreifachverglasung (Uw ≈ 0,9 W/m²K) kostet 100–180 €/m² mehr. Entscheidend sind Rohbaumaß, Anschlussdetails nach DIN 4108-2:2013-02 und ob ein Rollladenkasten mit erneuert wird.

Welche Normen und Nachweise muss der Fensterbauer beim Einbau einhalten?

Der Einbau erfolgt nach DIN 18533-1:2017-07 (Abdichtung erdberührter Bauteile) und DIN 4108-7:2011-01 (luftdichte Anschlüsse, Fugendichtheit). Für den Schallschutz gilt DIN 4109-1:2018-01, für die Montage die RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren (RAL-GZ 695). Der Betrieb muss als Meisterbetrieb in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein – prüfbar über die Handwerkskammer-Suche unter handwerkskammer.de. Ein Sachkundenachweis nach TRBS 1203 ist nur bei Asbestverdacht in Altbauten vor 1993 erforderlich.

Wann lohnt sich der Fensteraustausch energetisch – und welche Förderung greift?

Lohnenswert ist der Austausch, wenn der Uw-Wert über 1,3 W/m²K liegt oder Zugluft und Kondensat an der Laibung auftreten. Gefördert wird über die BAFA-BEG-Einzelmaßnahme (Richtlinie vom 15.08.2022, zuletzt geändert 2024) mit 15 % Zuschuss, bei Sanierungsfahrplan (iSFP) 20 %. Voraussetzung: Uw ≤ 0,95 W/m²K und Einbau durch einen Fachbetrieb, der die Fachunternehmererklärung nach BEG ausstellt. Die förderfähigen Kosten sind auf 60.000 € pro Wohneinheit gedeckelt. Prüfen Sie die aktuelle Förderung in der Förderdatenbank des Bundes unter foerderdatenbank.de.

Wie läuft der Austausch ab – vom Aufmaß bis zur Abnahme?

Zuerst erfolgt das Aufmaß vor Ort, bei dem Rohbaumaß, Laibungstiefe und Anschlussdetails erfasst werden. Danach folgt die Bestellung (Lieferzeit 6–12 Wochen, Schätzung 2024). Der Einbau dauert bei einem Standardfenster 3–5 Stunden: Ausbau, Entsorgung, Montage nach DIN 4108-7:2011-01, Fugendichtung, Anschluss an die Dampfsperre. Bei der Abnahme prüfen Sie: Fugendichtheit, Funktion von Beschlag und Dichtung, lotrechte Ausrichtung, Schutzfolie an der Laibung. Lassen Sie sich die Fachunternehmererklärung für die Förderung direkt bei der Abnahme aushändigen.

Worauf muss ich bei der Vergabe achten, damit das Angebot vergleichbar ist?

Verlangen Sie ein Angebot mit getrennten Positionen: Fenster (Uw-Wert, Rahmenmaterial, Verglasung), Ausbau und Entsorgung, Anschluss nach DIN 4108-7:2011-01, Rollladenkasten, Laibungsverkleidung. Ein Pauschalpreis ohne Aufschlüsselung ist nicht vergleichbar. Prüfen Sie den Betrieb in der Handwerksrolle Ihrer Handwerkskammer und im Handelsregister. Lassen Sie sich Referenzen aus den letzten 12 Monaten nennen. Ein Sanierungsfahrplan (iSFP) vor der Vergabe erhöht den BAFA-Zuschuss um 5 % – die Erstellung kostet 500–1.500 €, je nach Gebäudegröße.

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